Das radikale Leben. Der Kieler Maler Richard Grune und seine Zeit (1903–1984)

von Rolf Fischer

mit Beiträgen von
Thomas Röske, Ulrich Schulte-Wülwer und Bernhard Schwichtenberg und 66 Abbildungen

Der Kieler Maler Richard Grune war ein überaus vielschichtiger Mensch. Allergisch gegen jede Autorität und Moral, dabei als Maler und Kunstpädagoge mitfühlend und humanistisch geprägt, führte ihn sein Leben radikal und häufiger an die Abgründe menschlicher Existenz als auf die Höhen künstlerischer Erfolge. In der „Passion des XX. Jahrhunderts“, seinem bekanntesten Werk, hält er uns als Zeitzeuge und Opfer der Verfolgung durch die Nationalsozialisten in nur wenigen Lithographien den Spiegel des Novecento vor, einer Epoche, deren Folgen wir noch lange spüren werden. Heute zeigen einige der berühmtesten Museen der Welt seine Werke, und doch ist er fast vergessen als Mitglied einer Generation, die in der Ökonomisierung der Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg keinen Platz mehr fand. Richard Grune blieb Kiel lebenslang tief verbunden und es ist an der Zeit, ihn und sein Werk neu zu entdecken.

 

„Richard liebte übrigens blaue Blumen.

Daran muss ich immer denken, wenn ich blaue Blumen sehe. Es ist wie ein Gruß von ihm.

Richard sah im Alter so schön aus, 

richtig edel mit seinem grauen Haar 

und den überaus schönen Augen“.

(Inge Bock, eine Freundin)

 

Richard Grune

 

war ein Kieler Maler und Grafiker, der heute zu Unrecht fast vergessen ist,

der schwul war und der die Freiheit liebte, der es sich selbst und den anderen nicht leicht

machte und der einen schweren Weg gehen musste.

 

Richard Grune,

für ihn wurden Leben und Kunst zur Passion.

 

Ich bitte Sie, befassen Sie sich mit Richard Grune! Lesen Sie über den Künstler

auf der folgenden Seite „Künstlerische Einordnung“ und lernen Sie sein Werk kennen.

Es wird Sie faszinieren!

 

Rolf Fischer